Zum Inhalt springen
Grotz & Schlümer Immobilien, Logo

Verkaufen · Notar

Notar beim Immobilienverkauf: Ablauf, Kosten, wer zahlt

Was beim Notartermin konkret passiert, wer den Notar beauftragt, wer zahlt und wie lange der Weg bis zum Grundbucheintrag dauert.

Wie läuft ein Notartermin beim Hausverkauf konkret ab?

Ein Beurkundungstermin dauert in der Regel 60 bis 90 Minuten. Der Notar liest den Kaufvertrag im Beisein beider Parteien vollständig vor, klärt offene Fragen und beurkundet anschließend. Bei Privatverkäufen mit Verbrauchern gilt: Der Kaufvertragsentwurf muss den Parteien mindestens zwei Wochen vor dem Termin vorliegen, damit eine angemessene Prüffrist gewährleistet ist. Wir koordinieren die Unterlagen-Übergabe an den Notar und begleiten Sie zum Termin, damit keine Frage offen bleibt.

Wer zahlt den Notar beim Immobilienverkauf?

In der Regel zahlt der Käufer Notar und Grundbuchkosten. Gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist das nicht, die Kostenverteilung kann im Kaufvertrag abweichend geregelt werden. Ein Sonderfall: Soll eine eingetragene Grundschuld des Verkäufers gelöscht werden, weil der Käufer keine Belastung übernimmt, trägt der Verkäufer die Kosten für diese Löschung selbst. Wir weisen auf solche Posten im Vorfeld hin, damit es beim Notartermin keine Überraschungen gibt.

Kostenposition Trägt üblicherweise Grundlage
Beurkundung des Kaufvertrags Käufer GNotKG
Eigentumsumschreibung im Grundbuch Käufer GNotKG, Grundbuchordnung
Eintragung der Käufer-Grundschuld (Finanzierung) Käufer GNotKG
Löschung einer Grundschuld des Verkäufers Verkäufer GNotKG
Übliche Kostenverteilung beim Immobilienverkauf. Sie ist nicht gesetzlich zwingend und kann im Kaufvertrag abweichend geregelt werden. Die Höhe der Notar- und Grundbuchkosten richtet sich bundeseinheitlich nach dem GNotKG.

Wer beauftragt den Notar beim Immobilienverkauf?

Da der Käufer die Notarkosten trägt, hat er üblicherweise das Vorschlagsrecht bei der Notarwahl. Der Verkäufer kann den Vorschlag annehmen oder einen Gegenvorschlag machen. Der Notar ist qua Berufsrecht neutral und vertritt keine der beiden Parteien. Wir haben aus eigenen Vermarktungen im Rems-Murr-Kreis verlässliche Notare, die mit dem regionalen Immobilienmarkt vertraut sind, und empfehlen diese auf Anfrage.

Wie lange dauert ein Notartermin beim Hausverkauf?

Der Beurkundungs-Termin selbst dauert 60 bis 90 Minuten. Der Gesamtprozess vom ersten Kaufvertragsentwurf bis zur Kaufpreisauszahlung liegt typisch bei 3 bis 6 Monaten. Beschleunigt wird er durch vorbereitete Unterlagen: Ein aktueller Grundbuchauszug, der Energieausweis, bei Eigentumswohnungen die Teilungserklärung und aktuelle Hausgeldabrechnungen sollten vor dem Notartermin vollständig vorliegen. Fehlende Unterlagen sind der häufigste Grund für Verzögerungen.

Häufige Fragen

Was Verkäufer uns zum Notartermin fragen.

Die wichtigsten Fragen rund um Notar, Kosten und Ablauf, mit den Antworten aus der Praxis.

Kann man eine Immobilie auch ohne Notar verkaufen?

Nein. § 311b BGB schreibt die notarielle Beurkundung zwingend vor. Ein Kaufvertrag ohne Beurkundung ist nichtig, auch wenn beide Parteien unterschrieben haben und der Kaufpreis bereits vereinbart ist. Das gilt ohne Ausnahme, auch zwischen Verwandten oder im Erbfall.

Welche Unterlagen prüft der Notar beim Hausverkauf?

Grundbuchauszug, eingetragene Belastungen wie Grundschulden, Wegerechte oder Wohnrechte, Identität beider Parteien sowie die Vertragsformulierung auf Vollständigkeit. Wir liefern dem Notar die Eigentümer-Daten, das Energieausweis-Datum, die Wohnflächen-Berechnung und bei vermieteten Objekten die aktuellen Jahresabrechnungen. Die Zusammenstellung koordinieren wir mit dem Eigentümer im Vorfeld, damit beim Notartermin keine Unterlage fehlt.

Was kostet ein Notar beim Hausverkauf insgesamt?

Die Kosten richten sich nach dem GNotKG und sind bundeseinheitlich geregelt. Sie liegen bei rund 1,5% des Kaufpreises, aufgeteilt in Notargebühr rund 1,0% und Grundbuchkosten rund 0,5%. Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro ergibt das rund 7.500 Euro. Diese Kosten trägt in der Regel der Käufer.

Was passiert nach dem Notartermin bis zum Grundbucheintrag?

Der Notar veranlasst zunächst die Auflassungsvormerkung, die den Kaufanspruch des Käufers absichert. Dann holt er Unbedenklichkeitsbescheinigungen vom Finanzamt und ggf. vom Vermessungsamt ein. Erst wenn alle Voraussetzungen vorliegen, stellt er die Kaufpreisfälligkeit fest. Die vollständige Eigentumsumschreibung dauert typisch 3 bis 6 Monate.

Nächster Schritt

Fragen zum Notartermin? Wir gehen den Prozess mit Ihnen durch.

Im Erstgespräch klären wir Ablauf, Kosten und Unterlagen, bevor der erste Käufer eine Besichtigung vereinbart.